Montag, 27. April 2009

Der Osterhase war da...


Ja, vor nun mehr gut zwei Wochen war auch in Rom der Osterhase da. Wir haben Ostern mit allem gefeiert, was dazu gehört, Osterlamm, Hefezopf und nicht zu vergessen dem Papst. Frie bewunderte mich für mein Durchhaltevermögen betreffs der katholischen Gottesdienste und vor allem der drei päpstlichen, Via Crucis, Osternacht und Ostersonntagsmesse. Ich bin ja schließlich nicht zum Spaß, sondern zum Studieren hier.
Was in den zwischen Nikolaus und Ostern gelegenen Monaten passiert ist, habt ihr hoffentlich anderweitig mitbekommen und Fotos werden individuell folgen. Meine Mitbewohner dokumentieren übrigens besser als ich;).

Liebe Grüße aus dem regnerischen Rom, Claudia.

Samstag, 6. Dezember 2008

Der Nikolaus war da...

Schon in den letzten Tagen kamen einige Packete an und heute morgen war dann der Nikolaus da gewesen. Ich bin dieses Jahr wohl doch ein braves Kind gewesen.
Danke, dass ich so reichhaltig beschenkt worden bin!

Vor jedem Zimmer lag heute morgen ein kleines Packetchen mit Süßem und einem lieben Brief. Danke an die Nikoläusin.

Eine weitere Nikoläusin kam um 8 Uhr in die Küche und wunderte sich, dass die Melantonini schon wach waren. Frau Damm, die Sekräterin, wollte uns eigentlich mit italienischen Süßigkeiten überraschen. Lecker sind sie auf jeden Fall!


So liebe Geschenke habe ich bekommen. Die blaue Dose ist mit Plätzchen von meiner Oma gebacken (weil ich doch keinen Backofen habe) gefüllt und mit Hilfe meiner Tante liebevoll gepackt.
Außerdem links im Bild eine Dose mit Nürnberger Lebkuchen, die Matthias mir aus Leipzig geschickt hat.
Es ist eine Spieluhrdose, die "Morgen kommt der Nikolaus" spielt! Oh, ich habe mich, wie ein Kind gefreut.


Herzlichen Dank an euch alle und auch für die liebe Post, die in den letzten Tagen gekommen ist.
Ich genieße den Advent hier und freue mich auf Weihnachten.

P.S.: Neben einer Reihe von Andachten besuche ich gerade ziemlich viele Katakomben. Macht Spaß. :)

Dienstag, 18. November 2008

Große Tragik: Claudi hat im Advent keinen Backofen

Alle, die mich schon mal im Advent erlebt haben, mögen sich jetzt bitte vorstellen, was das genau heißt. Ich backe keine Plätzchen!!!

Um die Sache geordnet, trotz aller dabei vorhandenen Emotionen, zu erzählen, von Anfang an:
Gestern teilte uns die Verwalterin des Hauses mit, dass die italienische Feuerwehr sich überlegt hat, dass in dem Raum, in dem jetzt unsere Küche ist, ab nächsten Montag kein Herd und kein Backofen mehr sein werden, da dieser Raum, für diese Geräte nicht zugelassen ist. Dann wird im anliegenden Raum eine neue Küche eingerichtet, was bei italienischen Verhältnis ein wenig dauern kann, obwohl natürlich versprochen wurde, dass bis Weihnachten alles erledigt ist. Naja, wers glaubt...
Wir werden wohl noch Möglichkeiten zum Kochen finden, doch das Plätzchenbacken wird auf einige Male im Dekanat beschränkt bleiben.

Es wird also ein "anderer Advent" in vieler Hinsicht. Ich werde auf eine richtige Küche zuhause "warten" und dann in der einen Woche vor Weihnachten entsprechendes nachholen.

Sintflut oder Monsun

Letzten Donnerstag stellte sich diese Frage tatsächlich.
Während ich drinnen im trockenen, warmen und gemütlichen Zimmer mit einer Tasse Tee und einer Kerze saß, ging draußen ein Regen der seinesgleichen zu suchen hat. Ohne Übertreibung regnete es zwei Stunden so stark, dass es die ganze Zeit fünf bis zehn Zentimeter überschwemmt war.
Die Fotos lassen - denke ich - nur erahnen, wie es wirklich war.



Caro und Katharina hatten es gewagt, sich dem Regen zu stellen und zur Waldenserfakultät zu gehen.
Sie kamen nur bis zur Bushalte stelle...
...weil sie ein LKW naßspritzte, brachen sie die Expedition ab und kamen pitschnaß nach Hause.

Caro sah aus wirklich aus wie ein begossener Pudel.

Und sie war wirklich naß.

Es stellt sich nun die Frage, wie der Winter werden wird, Monsun oder doch noch Sonnenschein. Nach den Wetterbeobachtungen von Jörga Kachelmann (alias Claudia Kampmann) kann für das lokale Wetter der Via Aurelia Antica festgehalten werden, dass das schöne Wetter Mittwoch und Donnerstag woanders arbeitet und der Regen in Rom ist und es dann ein langes Wochenende in Rom nimmt. Weitere Beobachtungen sind anzustellen...
Vielleicht kann ja im nächsten Studienführer eine kleine Wetterstatistik herausgegeben werden;).

Mittwoch, 17. September 2008

Blog 2.0 - Ein Fotoalbum

Nun ist es wirklich lange her, dass ich mal etwas gepostet hatte. Da nun natürlich nicht mehr alles in der bisherigen Ausführlichkeit aufgeschrieben werden kann, folgen erst einmal die schönsten Fotos des letzten Monats.



Mit diesem Foto, den neuen Post zu beginnen, hat schon etwas Erhebendes. Ihr seht das einzige Kloster in Italien, das noch den byzantinischen Ritus pflegt, aber trotzdem katholisch ist. Man mag ja denken, byzantinischer Ritus und katholisch sein, sind zwei nicht miteinander vereinbare Dinge, doch wie uns der Mönch, der uns durch das Kloster führte, deutlich machte, ist es zwar eine Besonderheit, jedoch, wie das Kloster zeigt nicht unmöglich. Für mich stellte sich trotzdem beständig die Frage, warum die anderen Klöster dieser Art, die es in Süditalien einmal gab, nicht geschafft haben, den Ritus zu behalten, bzw. die Gegenfrage, warum dieses Kloster ihn noch hat.
Es war jedenfalls sehr interessant, dieses Kloster zu besuchen...

Von der Bibliothek war ich natürlich;) sehr beeindruckt. Es liegen dort vor allem einige Handschriften des Neuen Testaments, die allen Exegeten unter dem Kürzel f13 bekannt sein sollten.
Der Mönch erklärt Herrn Wallraff gerade etwas sehr wichtiges.




Ein Herrenhaus in Frascati.


Zurück in Rom ein Besuch bei einer meiner jetzigen Hochschulen, Sant' Anselmo, Hochschule der Benediktiner. Die Lage auf dem Aventin ist natürlich sehr malerisch, wie sich in Folgenden Fotos noch zeigt, aber auch die Kurse sind gut.


Der Innenhof.
Der Schlüssellochblick auf dem Aventin direkt vor S. Anselmo ist natürlich fantastisch.
Der Orangenpark mit einem der schönsten Blicke über Rom, abgesehen natürlich von der Dachterasse der Oma meines Babysitterkindes;).



Die größte Eisdiele Roms bietet 9 m an Eis.... Mmh...

Ein schöner Nachmittag im Garten, der ja wirklich toll ist.

Neben dem kleinen Pinienwald gibt es auch einen Teil mit Zitronen-, Orangen- und Mandarinenbäumen. Nun werden sie auch langsam reif und mein Vitamin C Haushalt ist gesichert.

Im September hatten wir noch eine kleine Exkursion in Rom mit Herrn Wallraff, bei der wir uns frühchristliche Spuren auf dem Celio, einem der Berge Roms, angeschaut haben. Es waren einige der Orte, die man sich sonst nicht unbedingt anschaut.
Zum Bau dieser Kirche riss der Erbauer sein Elternhaus, eine größere Villa ab.

Und noch eine andere, eher vernachlässigte Kirche am Celio, S. Maria in Domnica, die aber wegen ihrer Schlichtheit sehr schön ist.


Und die Studenten lauschen natürlich aufmerksam dem Professor.
Und ein kurzer Ausflug mit der Sprachschule nach Ostia Antica im September...
Die Eingangsstraße von Rom aus kommend

Ein Mosaik in den Thermen.

Letzte Reste von der Stuckausschmückung in einem Bogen.





Eine antike Speisekarte.

Und am Wochenende dann ein Ausflug zu Hadriansvilla und nach Tivoli...
Eine Thermenanlage.

Die Ausläufer eines Speisesaales.

Und wiederum ein Mosaik.

Die Ruinen der riesigen Villa, die eher die Ausmaße einer Stadt hatte, waren teilweise wie ein Park, da überall wieder Bäume dazwischen wuchsen.


Die Villa d'Este a Tivoli




In den Gärten.

La navicella von Bernini.



Und im Oktober ging es dann in die Waldensertäler, in denen schon eine herbstliche Stimmung aufkam, da die Blätter bunt waren und es mit 10° C im Vergleich zu Rom doch sehr kalt.


Die Melantoninis der Via Aurelia Antica an der Bushaltestelle auf dem Weg zum Bahnhof. Für vier Tage sind sie ganz schön beladen.

Am Bahnhof trafen wir auf den Rest der Reisegruppe.


Ein Besuch in Turin am Sonntag, natürlich mit Gottesdienst in der Waldenserkirche.

Und bei dem Verlagshaus der Waldenserkirche, der "Claudiana".;)

Und auch auf das Wahrzeichen Turins sind wir heraufgefahren.

Mit schönem Ausblick.


Am nächsten Tag waren wir dann in dem internationalen Begegnungszentrum Agape in Prali in einem sehr weit abgelegenen Tal, das landschaftlich natürlich sehr schön war.

Die Reisegruppe: Neun Melantonini, Philine (Studienleiterin), Professor Ferrario, Oleg und Alessandro.

Die Kirche in Torre Pellice.

Und noch einmal in den Bergen.




Wirklich Vorboten des Herbstes.

Der Hüter der alten Dorfschule, der in einer Mischung aus Französisch und Italienisch auf uns einredete.

Die Hütten der "Barben", der waldensischen Prediger aus dem Mittelalter, hoch oben in den Bergen.


Einige Impressionen aus dem alltäglichen Rom....


Ein Innenhof.


Santa Maria Maggiore

An den Trajansforen während ich auf den Bus warte.

Auch dies Alltag: Die Motorinos überholen auf der Gegenspur.

Ein Ausflug am Samstag...

Der Moses von Michelangelo als Grabmal für Clemens III. geschaffen.


Clemens III. über dem Moses.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten;).
Und da kann aus einer harmlosen Besichtung der kulturellen Vielfalt Roms der Besuch einer Demonstration werden...
2 Millionen Menschen haben in Rom gegen die neuen Bildungsgesetze demonstriert.


Durch den Triumphbogen zieht der Demonstrationszug.

Da standen sie dann und berieten...

Dies mag kommentarlos bleiben.


An Allerheiligen ein kleiner Spaziergang auf dem Friedhof...

San Lorenzo fuori le mura. Eine sehr schöne und alte Kirche. Sie gehört auch zu den sieben Hauptpilgerkirchen.


Italienische Heldenverehrung.



Weitere Friedhofsimpressionen...






Wie sich zeigt, ist die Vielfalt groß und alle Kunstepochen sind vertreten.

Und eine kleine Engelsammlung, die es auf deutschen Friedhöfen so selten gibt.

Dieser gefällt mir am besten.